6. Ruhrmarathon, 4. Teilnahme, 13. Marathon 17.5.09, der "Heimmarathon" steht an und da dieser Lauf mal mein erster war, hat man natürlich eine gewisse Beziehung. Der Tag begann mit Regen, zwar relativ warmer Regen aber nasser Regen. Auch nach dem Frühstück regnete es, ebenso auf der Fahrt zum Start, mal mehr, mal weniger. Da in diesem Jahr erstmals der Kleiderbeutel am Start abgebeben wurde, war das auch unsere erste Aufgabe. Auf dem Weg zu den LKW's trafen wir auch unsere Marathonneuling, total nervös waren sie, kann man sich ja vorstellen. Pünktlich um 10:15h stellten sich alle in den Startbereich, es wurde 10:30h, eigentlich sollte es jetzt los gehen. 10:35h, 10:45h viel Gerede aber kein Start "keine Streckenfreigabe" wurde gesagt. Um 10:50h wurden wir aufgefordert uns weiter aufzuwärmen, der Start würde sich noch verzögern. Die beiden Tankstellen rechts und links der B235 wurden zum Anlaufpunkt, denn es regnete im Moment ziemlich heftig, kalt war es, wir hatten ja alle schon unsere Jacken entsorgt. Mit 53 Min Verspätung ging es endlich los, aber nicht lange, als die ersten paar hundert Läufer den Start passierten, wir waren noch ca. 50m entfernt, brach das Starttor zusammen, die Luft war raus. Vollbremsung der Läufermasse, Tor wieder aufblasen und endlich ging es los, wie immer die 235 entlang, schön wellig, rauf und runter, Richtung Bochum Langendreer. Diesmal war leichte Stimmung im Tunnel am Langendreer Bahnhof. Vorbei ging es am Marktplatz, Richtung Ehrenmal und dann kann auch schon die erste Getränkstation. Ich frage mich allerdings, was sich die Veranstalter gedacht haben, dass sie Zitronentee (Zuckerwasser) in der Ausgabe hatten. So kurzkettige Kohlehydrathe gibt es bei einem Wald- und Wiesenvolkslauf im Ziel, so etwas gehört nicht an einer Marathonverpflegungsstation. In Bochum war die Strecke wieder geändert, es ging direkt durch das Stadtzentrum, aber Geschäfte zu, Kunden zu Hause, Zuschauer auch. Das war arm für Bochum, überhaupt war es auffallend, dass erst ab Gelsenkirchen einigermaßen Marathonstimmung an der Strecke war. Herne war ruhig, wer will es ihnen verdenken, sonst war hier das Halbmarathonziel. Halbmarathon war hier immer noch, aber nur eine kleine Matte zeugte davon. Weiter ging es nach Gelsenkirchen, wir passierten wieder die alten Bergarbeitersiedlungen, und wurden mit manchem Sprüchen empfangen, die beiden Revierclubs Bochum und Schalke hatten ihre Anhänger an der Strecke und auch unter den Läufern, was immer wieder für Stimmung sorgte. Nun, wir gingen die letzten 10km an, Zeche Zollverein war der nächste Punkt, hier waren wir schon bei der Generalprobe im April aber diesen Teil hatten wir noch nicht gesehen. War beeindruckend durch die alte Kokerei zu laufen, vorbei an riesigen, rostigen Betriebsanlagen. Nun war es nicht mehr weit, nur noch 3km bis zum Stadtzentrum. Leider kam noch eine lange Baustelle, die Straße war total uneben, da muss man, wenn man so an die 40km gelaufen ist, schon mal aufpassen. Jetzt waren auch wieder richtig viele Zuschauer an Rand, Stimmung war da. Nach den Feierlichkeiten im Zielbereich machten wir uns auf den langen Weg zu den Kleidersäcken, vorbei an zahlreichen Verpflegungsständen. Frikadellen mit Senf fand ich gut, so was herzhaftes gab es bisher noch nie, auch die kleinen Krapfen waren klasse, leider war der Bierstand ganz oben, was aber nicht tragisch war, denn dort warteten auch unsere Sachen. Nur in New York haben wir nach dem Marathon einen ähnlich langen Weg zurücklegen müssen, aber dort sind die Örtlichkeiten anders, dort sind Teilnehmerzahlen, von denen in Europa nur geträumt werden kann. Den Tag haben wir dann, wie wir es immer machen, mit einem schöen After Race Dinner ausklingen lassen. 21 Leute haben gefeiert, gegessen, und ganz viel erzählt. Der 17. Mai 2009 war euer Tag, ein Tag, den ihr nie vergessen werdet. |
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Hier bin ich. Und genau das tue ich. Ich laufe!