Marathon in Hamburg, diesen Jubiläumslauf wollten wir uns nicht entgehen lassen. Bei strahlendem Sonnenschein gingen über 15.000 Läufer auf die Strecke. Schon die Startzeremonie sorgte für Gänsehaut pur, wie bei einem Länderspiel wurde die Nationalhymne gesungen, „ein Wahnsinns-Gefühl war das“ so Thomas, der hier in Hamburg seinen ersten Marathon lief und restlos begeistert war. Die tolle Organisation, das phantastische Hamburger Publikum und die schöne, abwechslungsreiche Strecke machen diesen Lauf zu einem Highlight, Hamburg ist nach dem Berlinmarathon die Nr. 2 in Deutschland. Nach dem Start führte die Strecke über die Reeperbahn, vorbei am Hamburger Fischmarkt in den Hafen. Ein tolles Bild bot sich den Teilnehmern, große Schiffe, tausende Zuschauer und die Elbe, die in der Sonne glitzerte. Vorbei ging es über die Elbchaussee und den Landungsbrücken, durch den 700m langen Wallringtunnel, in dem eine Superstimmung war, angeheizt von den Läufern wurde geklatscht, die Welle gemacht und gejubelt. Bei Km 16 wurde der Jungfernstieg erreicht, jetzt war man im Herzen von Hamburg angekommen. Die Binnenalster wurde umrundet und über die Kennedybrücke ging es zur Außenalster. Hier erwarteten uns die alteingesessenen Hamburger Bürger vor ihren Villen, in den Gärten wurde gefrühstückt und dem laufendem Volk gewunken. So viele Eindrücke, da spürte man gar nicht, dass die Hälfte der Strecke schon hinter uns lag, so schnell geht das manchmal. Die Stadteile Fuhlsbüttl und Eppendorf wurden durchquert, jetzt merkte man schon, dass die Strecke in Hamburg nicht ganz eben ist, langgezogene Steigungen waren in den Beinen zu spüren „Das kannten wir ja vom letzten Jahr, darauf haben wir uns im Training gezielt vorbereitet“. Manchmal lief man durch ein dichtes Spalier von Zuschauern, die uns begeistert anfeuerten, dann wieder saßen sie beinahe aristokratisch vor ihren Häusern auf dem Grünstreifen neben der Strecke und zelebrierten ihren Imbiss oder sie saßen gemütlich beieinander und beobachteten wohlwollend die vorbeiziehende Karawane und eine weitere Kategorie Zuschauer hatte es sich auf dem Grünstreifen gemütlich gemacht, grillten, ließ es sich gut gehen und vertrieb sich die Zeit, in dem sie uns zuschauten. In Ohlsdorf hatte man den nördlichsten Punkt der Strecke erreicht und über Maienweg, Alsterkrugchaussee und Lehnhartzstraße ging es wieder Richtung Süden. Der Rothenbaum empfing uns, vorbei an der großen Tennisarena näherten wir uns allmählich dem Ziel. Der Gorch-Fock Wall musste noch bezwungen werden, wieder ein Steigung so kurz vor dem Ende, dann hörte man schon die Lautsprecher aus dem Zielgebiet auf der Glacischaussee. Der Zieleinlauf war wieder wunderbar, viele Zuschauer erwarteten die ausgepumpten Athleten, jeder konnte hier noch mal die Beine fliegen lassen. Nach dem Ziel erwartet uns ein wunderbares Läufervillage, wir wurden verpflegt und umsorgt, natürlich bekamen wir die für uns äußerst wichtige Medaille und dann gab es ein wohlverdientes alkoholfreies Bier. Bei Live-Musik konnten wir noch herrlich in der Sonne sitzen und fühlen, „wir waren wieder Helden“: Kerstin Bertam-Schultz 4:26:45 - neue persönliche Bestzeit, Brigitte Voss-Olschewski 4:31:41, Jürgen Grühn 4:26:45 und Thomas Mankiewicz bei seinem ersten Marathon in hervorragenden 4:32:42, natürlich auch persönliche Bestzeit. Eine Anmerkung noch am Rande, alle 4 PVT Läufer waren vor Johannes B. Kerner im Ziel. |
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Hamburg 2009, viel schöner als Berlin, schöner als Berlin... Wer in Berlin gelaufen ist, der muss unbedingt auch in Hamburg mal laufen, gesagt, getan, auf nach Hamburg. Sonntag morgen, die Sonne lachte, 23 Grad soll es warm werden aber beim Lauf waren Da wir ein Hotel gebucht hatten, das nur 300m vom Start entfernt war, konnten wir nach dem Frühstück schnell einen Kleidersack abgeben und zurück ist Hotel, Dixis brauchten wir nicht. Im Hamburg haben wir mal wieder gesehen, wie klein die Welt war, in Mitten der Läufermassen, die zur Runners Village strömten, liefen uns Angela und Regina über den Weg, die beiden hatten wir bei einem Laufseminar mit Herbert Steffney kennengelernt, in New York am Start unter 40.000 Teilnehmern getroffen und jetzt wieder in Hamburg. Spontan beschlossen beide, dass sie sich uns anschließen wollten aber leider haben wir uns unterwegs irgendwo verloren. Von hier aus ein Aufruf nach Fürth: Bitte meldet euch! Über 15.000 Läuferinnen und Läufer stellten sich eingangs der Reeperbahn in 13 hintereinander liegenden Blöcken (A bis N) auf und warteten auf den Start. Pünktlich um 9:00 Uhr schickte Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck die 15.741 Marathonis mit einem kräftigen Glockenschlag auf die 42,195 Kilometer durch die Hamburger Innenstadt. Insgesamt versammelten sich 850.000 begeisterte Zuschauer an der Marathonstrecke - ein neuer Rekord! Auf dem Heiligengeistfeld bei der Runner's Party feierten 60.000 Besucher. Gestartet wurde in 3 Wellen, da wir das Glück hatten in Block H zu stehen, waren wir schnell dran, es dauerte 5 Minuten, bis wir über die Zeitmatten an der Startlinie laufen konnten. Den ersten Kilometer liefen wir auf der weltberühmten Reeperbahn. Hier standen schon viele Zuschauer auf den ersten beiden Kilometern in St. Pauli, klatschten, feuerten uns an und verabschiedeten uns auf die lange Strecke. Ich achtete auf die besagten „Damen“, sah aber keine. Es war beeindruckend, wie sich die dichte Läuferschlange die Straße hinab bewegte. Von Beginn an konnte man zwar störungsfrei laufen, da alle etwa dasselbe Tempo hatten, ein Überholen wäre mühevoll gewesen. Die Strecke in Hamburg ist nicht ganz flach. Auf dem ersten Kilometer geht es unmerklich abwärts, steigt dann bis Kilometer fünf um 25 Meter auf 40 Meter, nach den Hafenanlagen bei Kilometer 15 ist man dann nahezu auf Meereshöhe und die restlichen 25 Kilometer verlaufen in sanften Wellen von max. 10 Höhenmetern. Wir Hobbyläufer spüren diese wenigen Höhenmetern kaum an unserer Zeit, für einen Weltrekord jedoch wird die Strecke kaum in Frage kommen. Trotzdem werden auch in Hamburg beeindruckende Zeiten um die 2:07 h bei den Männern und 2:24 h bei den Frauen gelaufen. Bei Kilometer fünf kam die erste Wasserstelle, bei Kilometer 7,5 die erste Verpflegungsstelle. Da es aber bereits von Anfang an warm war, ließen wir keinen Stand aus, tranken alle 2,5 Kilometer zumindest einen Schluck Wasser und verteilten den Rest über den Körper. Bei Kilometer 9 näherten wir uns dem Hafen. Waren auf den letzten Kilometern weniger Zuschauer an der Strecke, änderte sich das ab jetzt dramatisch. Entlang dem Fischmarkt und den Landungsbrücken standen tausende Zuschauer dicht an dicht in mehreren Reihen und zum ersten Mal kam auf diesen zwei, drei Kilometern die Stimmung auf, für die dieser Lauf berühmt ist, wir fühlten uns wie in New York. Von hier ging es in die Speicherstadt, die Zuschauer wurden wieder etwas weniger. Wir kamen in einen Tunnel, den wir nach vielleicht 700 Metern lang war. In dem Tunnel war Superstimmung, angeheizt von den Läufern wurde geklatscht, die Welle gemacht und gejubelt. An dem kleinen Anstieg nach dem Tunnelausgang sah ich bereits den einen oder anderen gehen. Oben wurden wir wieder von Zuschauern empfangen und hatten bald die Binnenalster erreicht, die wir auf dem Ballindamm und dann dem Jungfernstieg umrunden. Hier ist auch an ganz normalen Tagen schon viel los, heute aber ist hier Party angesagt. Die Stimmung ist großartig und mancher lässt sich dadurch verleiten, etwas schneller zu laufen, als ihm gut tut. Fünfzehn Kilometer lagen hinter uns, die Sonne stand jetzt recht hoch und heizte ganz schön ein. Auf der Kennedybrücke überquerten wir die Binnenalster und liefen anschließend der Außenalster entlang nach Norden. Auf diesem Abschnitt saßen die Zuschauer, passend zu den herrlichen Häusern, stilvoll an Tischen und genossen ihr Frühstück mit Kaffee und vereinzelt wohl auch mit Sekt. Bei Kilometer 19 verließen wir die Alster und erreichten am Ende der Beethovenstraße die Halbmarathonmarke, 2:05h bis hier, noch lief alles nach Plan... Auch auf dem weiteren Weg standen viele Zuschauer am Straßenrand, andere picknickten auf dem Grünstreifen neben der Straße, Kinder hielten die Hände hinaus und wollten abgeklatscht werden und dann wieder machten ein paar Leute Musik für uns Läufer und die Zuschauer. Auf der Saarlandstraße ging es weiter hoch nach Norden, vorbei am Stadtpark von Winterhude, über die Fuhlsbüttler- und Hebebrandstraße, vorbei an der City Nord und weiter über die Hindenburgstraße, die Bebelallee und die Rathenaustraße bis Kilometer 30 bei der S-Bahnstation Olsdorf. Die Stimmung an der Strecke wurde immer besser, sie erleichterte uns das Laufen. Manchmal lief man durch ein dichtes Spalier von Zuschauern, die uns begeistert anfeuerten, dann wieder saßen sie beinahe aristokratisch vor ihren Häusern auf dem Grünstreifen neben der Strecke und zelebrierten ihren Imbiss oder sie saßen gemütlich beieinander und beobachteten wohlwollend die vorbeiziehende Karawane und eine weitere Kategorie Zuschauer hatte es sich auf dem Grünstreifen gemütlich gemacht, grillte, ließ es sich gut gehen und vertrieb sich die Zeit, indem sie uns zuschauten. Leider war bei meiner Liebsten die Energie verbraucht und für sie wurde der Lauf zu einer echten Strapaze, da halfen selbst Sprechchöre nicht mehr viel. In Ohlsdorf hatte man den nördlichsten Punkt der Strecke erreicht und über Maienweg, Alsterkrugchaussee und Lehnhartzstraße ging es wieder Richtung Süden. Die Zuschauer wurden beinahe noch zahlreicher, die Stimmung immer besser. Ab Kilometer 38 lief man ca. zwei Kilometer lang auf der Rothenbaumallee, vorbei an der weltbekannten, gleichnamigen Tennisanlage. Dicht gedrängt standen hier die Leute an der Strecke und feuerten uns an, die Stimmung hatte hier einen weiteren Höhepunkt erreicht. „Ihr seid jetzt auf der vier Kilometer langen Zielgeraden“, rief uns ein Zuschauer zu. Ganz stimmte das mit der Zielgeraden natürlich nicht, da war ja noch der Schlenker über die Esplanaden (km41) und den Gorch-Fock-Wall, wir streiften noch die Messehallen, bis wir dann tatsächlich die letzten fünfhundert Meter auf der kerzengeraden Glacichaussee bis ins Ziel liefen. Hamburg, ein toller Marathon, wir kommen nächstes Jahr wieder, Hotel ist schon gebucht. Abschließend muss ich noch von unsere tollen Truppe berichten, es war eine wunderbare, harmonische Gruppe. Wir hatten eine tolle Nudelparty und ein phantastisches After-Race-Dinner, es hat viel Spaß gemacht mit euch zu verreisen. |
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Hier bin ich. Und genau das tue ich. Ich laufe!
Hamburg 2010, 4 Läufer, 4 Finisher, 2 neue Bestzeiten